Bridgecamp 2016

Zocker No. 1 - Es gibt ihn wieder!

Nach ein paar Jahren Pause wurde beschlossen, dass es den Zocker im Jahr 2016 wieder gibt. Für die “Neuen”, die den Zocker noch nicht kennen: Der Zocker ist eine “Campzeitschrift”, in der alle Sachen niedergeschrieben werden, die irgendjemand (insbesondere ich, als euer selbst ernannter Chefredakteur) für so wichtig erachtet, sie euch mitteilen zu müssen.

Im Gegensatz zu früher (in den guten alten Zeiten) wird der Zocker in diesem Jahr nur etwa alle 2-3 Tage erscheinen. Da wir allerdings auch mit der Zeit gehen, gibt es den Zocker in diesem Jahr auch als “E-Zocker” elektronisch abrufbar unter: www.gros-supercup.de

Mit Tablet und Smartphone könnt ihr euch den Zocker dann auch – gleichzeitig zur schriftlichen Veröffentlichung – im Internet angucken. Die schriftliche Auflage des Zockers auf der Burg wird herabgesenkt. Das heißt für euch: Der Zocker ist nicht dazu da, auf dem eigenen Zimmer gebunkert zu werden, sondern sollte auf dem Burghof/im Spielsaal verbleiben, sodass jeder Interessierte darin lesen kann, wenn ihr es gerade nicht tut.

Zum Inhalt des Zockers könnt – und sollt – ihr alle beitragen. Wenn ihr eine Idee habt, irgend etwas gehört habt, eine Situation lustig war: Teilt sie mir mit (und zwar nicht, indem ihr bei Facebook auf TEILEN klickt)! Schreibt es auf und gebt mir den Zettel oder schreibt es an die folgende E-Mail-Adresse: zimmermann-felix@gmx.net

Berichtet über Turniere, über Alltägliches, über Irgendetwas. Aber tut es! Wenn ich alleine den Zocker fülle, ist das nicht nur anstrengend für mich, sondern auch langweilig für euch!
Felix

Ein Mal mit Experten spielen...

oder warum man lieber nicht zu oft mit Bundesliga-Spielern spielen sollte....

Das Highlight von jedem Rieneckjahr ist das anfängliche Individual-Turnier, bei dem man mit vielen verschiedenen netten und/oder guten Spielern spielen kann. Gut, es gibt auch welche, die sind weder das eine, noch das andere, aber sehen wenigstens gut aus. Na gut, es gibt dann auch noch andere Spieler...

Spielt man hingegen mit einem Bundesliga- Spieler, hat man zumindest die Hoffnung, dass er das Board besser als der Durchschnitt lösen kann. Dass es manchmal besser ist, nicht mit diesen Pseudo-Experten zu spielen, soll diese kleine Zusammenfassung aus dem Individual-Turnier zeigen:

Zwei Bundesligaspieler am Tisch, keiner von den beiden wird Dummy, das hört sich doch nach hochklassigem Bridge an. Ich werde euch eines Besseren belehren. Aber immerhin soll das Board Spaß gemacht haben – ich weiß nur nicht, wem. Aber seht selbst:

Warnhinweis für Pokemon Go-Spieler!

Codo und Felix versuchten am gestrigen Abend auf dem Burghof das Pokemon „Schlurpek“ zu fangen. Nachdem dies – trotz eines besonders stark geworfenen „Meisterballs“ durch Felix – misslang, wurde durch Ole festgestellt, dass es sich gar nicht um „Schlurpek“ handelt, sondern um Gro, der gerade über den Burghof schlurfte. Gro untersagte daraufhin das Ballspielen mit fußballgroßen Bällen auf dem Burghof und sprach ein Burgverbot gegen Roland und Felix aus. Die beiden müssen nach WWM das Camp verlassen, dürfen aber am Samstag Abend auf Bewährung zurückkehren. Für alle anderen Pokemon Go-Spieler daher der Hinweis: Auf Grund der großen Verwechslungsgefahr zwischen einigen Bridgespielern und Pokemons bitte erst sicher gehen, dass sich das Pokemon ausschließlich auf dem Display des Smartphones befindet.

Board 3, Teiler Süd, Gefahr O/W

64
A4
KD93
A10752
K73
K1076
864
B94
Nord
West Ost
Süd
AD10
9
A1075
KD863
B9852
DB8532
B2
-

 

Nord Ost Süd West
pass pass
1 1 1 pass
2!c pass pass 2
pass pass pass

Ich bin mir sicher, dass in dieser Hand diverse Endkontrakte gespielt wurden – 2!d war aber eine Ausnahme. Süd spielte hier die Coeur 3 aus, 3./5.. Mit Coeur Dame und Bube hätte es hier auch eine Option gegeben, aber sie wurde nicht gewählt. Am Tisch wurde eine kleine Karte geordert, der Nordspieler legte die Coeur 4 und der Alleinspieler gewann mit der 9. Nachdem sich der Alleinspieler wie er sagte „ausgerechnet“ hat, dass die Piks 4-3 verteilt sind, spielte er also die drei Pik-Runden – bevor noch jemand ein Pik abwirft, woraufhin Nord in der 3. Runden stechen konnte. Von Nord folgte die Treff 5, auf die Ost die Treff 3 legte. Süd legte die rote 2 und Ost orderte vom Tisch „Treff“ - zur allseitigen Überraschung war es jedoch die Coeur 2, die von Süd gespielt wurde, und nicht die Karo 2, sodass Nord diesen Stich mit Treff 5 gewann! Daraufhin folgte das Coeur Ass, welches der Alleinspieler stach und mit Karo Ass anfing die Trümpfe zu ziehen. Anschließend spielte Ost Karo nach, woraufhin Nord die Dame und den König mitnahm. Bislang hatten O/W 6 Stiche erzielt und N/S 4 Stiche.

In folgender Situation spielte Nord sein Treff Ass:




A1072

K10

B9
Nord
West Ost
Süd



KD86
B
DB8

 

Ost konnte jetzt zwar den Treff Buben am Tisch deblockieren, nachdem Nord aber nicht die Treff 10, sondern ein kleines Treff nachspielte, ließ sich nicht mehr verhindern, dass Süd den letzten Coeur-Stich erzielte und der Kontrakt ein Mal fiel. Unnötig zu erwähnen, dass Ost, selbst wenn Süd Treff gestochen hätte, die Treff 9 aus diesem Grund hätte deblockieren müssen... 14 von 20 Matchpunkten war das verdiente (???) Ergebnis für N/S. Und mir wurde glaubhaft versichert, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein übermäßiger Alkoholkonsum stattgefunden hat.

 

Im folgenden Board waren Nord, Ost und West Bundesligaspieler:

Board 2, Teiler Ost, Gefahr N/S

B84
-
B854
AB7643
AK10
AB863
AKD
D5
Nord
West Ost
Süd
D732
KD9742
9
82
965
105
107632
K109

 

Nord Ost Süd West
 3 pass 4SA
pass 5 pass 4SA
pass pass pass

 

West ging davon aus, 12 Stiche zu erzielen, wollte aber den aggressiven !c-Angriff verhindern, falls  Ass und König fehlen. Nach !c Ass Ausspiel, !c zum König,  zum Buben und weiteren drei !c-Runden war Ost überraschenderweise von dieser guten Idee nicht besonders angetan.

Einen Nuller gab es trotzdem nicht für O/W: Ein Paar versuchte sich auf O/W in 2  im Rekontra – fiel dort aber bei dem schlechten Trumpfstand gleich zwei Mal.

Aber gut, es gibt Hände, in denen Bundesligaspieler doch auch gute Ergebnisse schreiben können. Etwas Hilfe war dabei, aber die Chance muss trotzdem erst genutzt werden:

Board 25, Teiler Nord, Gefahr O/W

 

D9
D1083
A742
964
AK108653
54
963
D
Nord
West Ost
Süd
74
K72
D10
AK10852
B2
AB96
KB85
B73

 

Nord Ost Süd West
 pass  1 pass 1
 pass 1  pass 3
 pass 4  pass  pass
 pass

 

Nord griff Coeur 8 an, auf die am Tisch Coeur König gelegt wurde, mit dem As gewonnen. Es folgte Coeur 9, auf die Nord die 3 legte, und nach langem Überlegen von Süd eine weitere Coeur- Runde. West stach, zog die Trümpfe und spielte weitere Trumpfrunden, auf die Nord und Süd verheerende Fehler machten: Nord warf seine 4. Coeur-Karte ab, Süd ebenfalls seine Coeur-Karte und die Karo 5. Nach der 4. Trumpfrunde war man an folgender Situation angelangt:

-
-
A74
964
53
-
963
D
Nord
West Ost
Süd
-
-
D10
AK108
-
-
KB8
B73

 

Es folgte eine weitere Pik-Runde, auf die Nord Treff und Süd Karo abwarf. Auf die allerletzte Pik-Runde warf Nord ein weiteres Treff ab, der Dummy gab die Karo-Dame, jedoch konnte Süd das Problem nicht mehr lösen: Wirft Süd einen Treff ab, kann der Alleinspieler die Treff Dame übernehmen und die Treffs sind hoch, sodass Süd Treff abwirft und folgende Situation entsteht:

-
-
A74
9
-
-
963
D
Nord
West Ost
Süd
-
-
-
AK108
-
-
K
B73

 

Nun spielte der Alleinspieler die Treff Dame, legte am Tisch eine kleine Treff-Karte und spielte anschließend die Karo 3. Süd gewann den Karo- König und musste die Treffs am Tisch wiederbeleben.

Auch wenn Nord im 3.-letzten Stich das Karo Ass legt („Crocodile-Coup“), damit Süd die Treffs nicht wiederbeleben muss, hilft dies nicht weiter: Statt des Partners ist nun er selbst im Endspiel und muss dann von Karo 7 4 in 9 6 des Alleinspielers antreten. Hätte Nord hingegen ein Coeur anstatt des dritten Karos behalten, hätte er am Ende mit dem Crocodile-Coup den Kontrakt noch schlagen können. 4 Pik erfüllt sicherte der O/W-Partei 14 von 20 Matchpunkten.

BIDDING CHALLENGE

Interessierte Mixed-Paare können mich gerne ansprechen, wenn sie sich der Herausforderung stellen wollen und im Zocker an der Bidding- Challenge teilnehmen möchten. In der ersten Ausgabe werden Simone und Thomas gegen Gabi und Alf mit den hier veröffentlichten Händen antreten. Ihr spielt gerade die Mixed-Teammeisterschaft, also sind alle Boards in IMPs abgerechnet. Der Nord-Spieler ist immer der Mann.

Nord-Hände

Hand 1, Teiler Nord, keiner in Gefahr
K10
84
AD875
AK64
Hand 2, Teiler Nord, alle in Gefahr
KDB2
K43
K98
742
Hand 3, Teiler Ost, alle in Nichtgefahr, Ost eröffnet 3 Coeur, West hebt auf 4 Coeur wenn möglich
B982
B65
A543
B10
Hand 4, Teiler Süd, O/W in Gefahr
DB4
AB876
D1087
7
Hand 5, Teiler Süd, N/S in Gefahr
1043
-
AKD95
KD1052

Süd-Hände

Duplizierer gesucht!

Aus unerfindlichen Gründen kann die Dupliziermaschine die Karten mit der blauen Rückseite lesen, die mit der roten jedoch nicht. Wer also so blau ist, dass es für die Dupliziermaschine ausreichend ist, oder wer zu viel Langeweile hat, kann die Boards für die nächsten Turniere gerne per Hand duplizieren....

Unbewusst gewusst!

Dörmi beim Essen nach der Ankunft, als am Nebentisch die anderen Jugendgruppen sitzen: “Ich finde Rieneck immer schön, wenn die Bridgespieler auf die Nicht-Bridger treffen!” Roland: “Und wieso guckst du genau mich jetzt an???”

Junioren- und Schüler-Weltmeisterschaften

Zur Zeit finden in Italien die Weltmeisterschaften der Schüler und der Junioren statt. Da Deutschland kurzfristig als Nachrücker im Juniorenbereich (bis 26 Jahre) ein Team entsenden konnte, das Juniorenteam vom Vorjahr aber verhindert war, hat der DBV sich entschlossen, ein weiteres Schülerteam im Juniorenbereich antreten zu lassen. Daraus folgte, dass ein weiteres Schülerteam bei der WM teilnimmt, welches zum Teil aus Rieneckern besteht: Felix Nordmann (16) und Viktor Otto (16) nehmen für Deutschland teil und stellen sich der starken Junioren-Konkurrenz! Unter diesem Link können die aktuellen Ergebnisse der Weltmeisterschaft eingesehen zu werden. Nach den ersten vier Runden konnte das Nachrücker- Team noch ein Team hinter sich lassen! Die Schüler, die in der Schüler-Konkurrenz starteten, stehen zur Zeit im Mittelfeld.

Die zwei Mannschaften, v.l.n.r. Maximilian Litterst, Leonard Vornkahl, Florian Alter, Stig Jesse, Frederik Hahn, Viktor Otto, Philipp Pabst, Felix Nordmann, Sibrand van Oosten, Jonathan Pieper
Die zwei Mannschaften, v.l.n.r. Maximilian Litterst, Leonard Vornkahl, Florian Alter, Stig Jesse, Frederik Hahn, Viktor Otto, Philipp Pabst, Felix Nordmann, Sibrand van Oosten, Jonathan Pieper

Alle Zocker des Jahrgangs 2016...

... findest Du hier als pdf-Download.

Ergebnis Individual

Platz Name MP Prozent
1. Mecky 284 64,55
2. Sven 283 64,32
3. Codo 282 64,09
4. Dörmi 281 63,86
5. Alexander 278 63,18
6./7. Fisch 266 60,45
6./7. Davide 266 60,45

Sozialdienste

Freitag, 5.8.

Spielsaal bis 12.00: Uwe G, Oleg
Spielsaal 18:30-19:00: Bianca, Ulf
Burghof bis 12:30: -
Tassen/Becher 12:30: Fritz
Tassen/Becher 18:00: Thomas R
Tassen/Becher 23:30: Yogi

Programm

Freitag, 5.8.

13.30: Patton (Los-Team)

19.30: WWM (Paar)

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